Bericht vom Kinderzeltlager 2026Wie jedes Jahr waren wir auch dieses Jahr über Fronleichnam gemeinsam zelten. Das diesjährige
Lager wird uns vor allem wegen der starken Regenfälle, der tierischen Besucher und des verlorenen
Pokals beim Spiel „Schlag das Leitungsteam“ in Erinnerung bleiben. Aber fangen wir von vorne an.
Am Donnerstagmorgen sollten sich die Leiter*innen um 9:15 Uhr an der Abfahrtsstelle treffen, um
kurz zu besprechen, wie wir uns beim Einsammeln von Elternbriefen, Taschenmessern und vielem
mehr aufteilen. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch bereits die Hälfte der Kinder und sogar der
Busfahrer vor Ort. Es startete also – wie eigentlich immer – ein wenig chaotisch.
Während der Busfahrt wurden die ersten KjG-Lieder gesungen, Witze erzählt und neue
Freundschaften geknüpft. Auf dem Zeltplatz angekommen, blieb es zunächst erfreulicherweise
trocken. Wir konnten die Zelte einteilen, gemeinsam zu Mittag essen und sogar das erste Spiel im
Freien durchführen.
In der anschließenden Freizeit bekamen wir Besuch von einer Schafsherde samt Begleitkuh. Und ja,
es war eine Kuh und kein Esel. Auch wenn der Platzwart uns Stadtkindern das erst nach mehrmaliger
Bestätigung und mit Beweisfotos glaubte. Während die Kinder von den tierischen Gästen begeistert
waren, wurden die Leitenden etwas nervös. Den Schafen schien nämlich das Gras rund um die Zelte
der Leitenden besonders zu schmecken. Gerade unser Küchenteam musste hilflos zusehen, wie sich
immer mehr Abspannseile Ihres Zeltes sich von den Heringen lösten. Glücklicherweise wurden die
Schafe und die Kuh schließlich von der Bäuerin abgeholt. In gemeinsamer Leistung aller Anwesenden
wurden sie vom Platz getrieben. Tierisches Teambuilding also.
Am Abend wurde das erste Lagerfeuer entzündet und wir ließen den Tag mit gemeinsamem Singen
ausklingen.
Der nächste Morgen begann für die Kinder bereits gegen 6 Uhr. Gegen 8 Uhr schafften sie es
schließlich, auch die Leitenden aus den Zelten zu locken. Bei den Workshops am Vormittag wurden
Trikots für die WM gestaltet, Vogeltränken und Flöße gebaut, das diesjährige Banner bemalt und
Fächer gebastelt.
Beim Cluedo-Spiel am Nachmittag wurde Jan schließlich als Täter überführt. Während des
Abendessens wurden wir dann von einem starken Regenschauer überrascht. Einige mutige Kinder
rannten schnell zu den Zelten, um sie zu schließen, und räumten Sachen weg, die noch auf der Wiese
lagen. Anschließend saßen wir sicher im Zelt und versuchten, den Regen mit lautem Singen zu
verscheuchen.
Als uns das nur mäßig gelang, gab es für einige Kinder eine überraschende Wendung: Eigentlich
wären sie nach dem Essen mit dem Spülen dran gewesen, doch plötzlich standen alle Leitenden an
den Spülwannen. So konnte das nächste Programm etwas früher starten: „Schlag das Leitungsteam“.
Nachdem die Leitenden in den vergangenen Jahren meist gewonnen hatten, mussten wir in diesem
Jahr unsere Niederlage eingestehen und den Pokal abgeben. Auch wenn manche*r Leiter*in hier
Schiebung wittert.
Am Samstagmorgen waren nicht mehr alle ganz so früh wach. Mit Liedern wie „Karnevalsmaus” und
„Aufstehen ist schön” sorgten wir dennoch für gute Stimmung beim Wecken. Vormittags konnten die
Kinder beim Geländespiel „Bonanza” ihr Geschick im Bohnenanbau und bei der Ernte unter Beweis
stellen. Gewonnen haben die „saucoolen Sojabohnen“.
Am Nachmittag studierten die Kleingruppen eigene Theaterstücke ein. Die Geschichten durften die
Kinder selbst erfinden. Die einzige Vorgabe war, bestimmte Wörter – zum Beispiel „Currywurst“ und
„Entsafter“ – sowie verschiedene Gegenstände, wie einen Becher und eine Wasserpistole, in ihr Stück
einzubauen. Die Ergebnisse wurden am Abend aufgeführt. Auch das Leitungsteam musste völlig
unvorbereitet ein eigenes Theaterstück präsentieren.
Anschließend gab es am Lagerfeuer Stockbrot und alle Freiwilligen hatten die Möglichkeit, an einer
Nachtwanderung teilzunehmen.
Am Sonntagmorgen hieß es nach dem Frühstück bereits wieder packen. Danach spielten die Kinder
noch eine Runde Stratego im Wald. Zum Mittagessen gab es – wie jedes Jahr – Hotdogs. Nachdem wir
den Zeltplatz beim Staubsaugerspiel gründlich gesäubert hatten, kam auch schon der Bus.
Auf der Rückfahrt wurden wieder viel gesungen. Nach vier gemeinsamen Tagen konnten sogar die
Neulinge die Texte sicher und lautstark mitsingen. So verging auch die Stunde im Stau mit Stop-and-
go-Verkehr und einigen Umwegen wie im Flug.
Wir hatten ein tolles Wochenende voller Spiel, Spaß und Gemeinschaft und freuen uns schon jetzt auf
das Kinderwochenende im Herbst! Die Anmeldung hierfür ist bereits über unsere Webseite kjg-
barbara.de möglich.
Für das Leitungsteam der KjG St. Barbara
Antonia und Alexander
